Am 10. März 2010 hat Nathan Winograd, der Leiter der “No-Kill”-Bewegung und Gründer des No-Kill Advocacy-Zentrums, uns alle an folgende Statistiken erinnert…

Für das Jahr  2006 zeigt der offizielle Report der “People for The Ethical Treatment of Animals” (PETA), dass PETA insgesamt 3.043 Tiere aufgenommen hat. 1.960 dieser Tiere waren Katzen, 1.030 waren Hunde, 52 waren andere Haustiere und eines war ein Huhn. Von all diesen Tieren wurden das Huhn, 1.942 Katzen, 988 Hunde und 50 als “andere Haustiere” klassifizierten Tiere getötet. Ein Zuhause wurde für lediglich 2 Katzen, 8 Hunde und 2 der anderen Haustiere gefunden.

In Zahlen:

  • PETA hat 1.942 der 1.960 Katzen getötet und nur für 2 von ihnen ein Zuhause gefunden.
  • PETA hat 988 der 1.030 Hunde getötet und nur für 8 von ihnen ein Zuhause gefunden.
  • PETA hat 50 der 52 anderen Haustiere (wie Kaninchen, Meerschweinchen etc.) getötet und nur für 2 von ihnen ein Zuhause gefunden.
  • PETA hat das einzige aufgenommene Huhn getötet.

Dies entspricht einer Tötungsrate von 97%. (Die Zahlen basieren auf einem eigens von PETA herausgegebenen Bericht an den Bundesstaat Virginia, wobei allein die „Erfassung und Meldung der…zum Zwecke der Adoption… in Obhut genommenen Tiere“ vorgeschrieben ist.) Trotz Einnahmen in Höhe von 30 Millionen US-Dollar hat PETA für nur 12 Tiere ein Zuhause gefunden. Weitere 21 Katzen und 25 Hunde wurden an andere Agenturen übergeben (bei diesen handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um sog. „Kill-Shelter“, in denen die Tiere nach einer gewissen Zeit bei erfolgloser Vermittlung getötet werden, da PETA grundsätzlich eine „Politik gegen No-Kill-Shelter“ verfolgt.) Die übrigen Tiere wurden eingeschläfert. Warum?

Ich weiss bereits seit langem, dass PETA die “Endlösung” für herrenlose Tiere in den USA befürwortet und die Tötung von Millionen von Hunden und Katzen stillschweigend duldet bzw. rechtfertigt, aber ich hatte keine Ahnung, dass diese Organisation, die bekannt ist für ihre schonungslosen Offenlegungen von Tiermisshandlungen in Zirkussen und auf Farmen, selbst im Stande ist, 2.300 Hunde zu töten, die meisten der Tiere vollkommen gesund.

Das konnte nicht sein…das konnte wirklich nicht sein…

Dann aber hat sich leider rausgestellt, dass es wahr ist… je mehr Recherchen ich zu diesem Thema unternahm, mit je mehr Menschen ich sprach, je näher ich die tatsächlichen Zahlen untersuchte, desto erschreckender und düster wurden die Dinge.

Ein fahre mit einem Zitat von Winograd fort:

”In den letzten zehn Jahren haben sie 21.537 Tiere getötet: das sind ungefähr 2.000 Tiere pro Jahr in den letzten zehn Jahren; oder aber über 5 Tiere an jedem einzelnen Tag, die durch PETA getötet wurden. PETA argumentierte, dass all diese getöteten Tiere “nicht vermittelbar” gewesen seien. Tatsächlich schreibt dies auch der Anwalt von PETA in einem Brief, in dem er mit einer Verleumdungsklage droht, wenn ich die Behauptungen nicht zurücknehme. Diese Forderung ist eine Lüge. Es ist eine Lüge, weil die von mir benannten Zahlen ursprünglich einem Formular des Staates Virginia entnommen sind, in welchem nur die Tiere erfasst waren, die „zum Zwecke der Adoption“ in Obhut genommen wurden. Es ist eine Lüge, weil PETA es ablehnt, ihre Kriterien für eine solche Feststellung offenzulegen. Es ist eine Lüge, weil sich Tierschutzgruppen und Einzelpersonen melden, die bestätigen, sie hätten PETA gesunde und vermittelbare Tiere übergeben. Es ist eine Lüge, weil eine gerichtliche eidesstattliche Erklärung eines Tierarztes besagt, dass PETA gesunde und vermittelbare Tiere übergeben wurden, die später durch PETA getötet aufgefunden wurden, ihre Körper achtlos weggeworfen in einen Müllcontainer eines Supermarktes. Und es ist eine Lüge, weil Newkirk es selbst so oft eingestanden hat.”

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Und dann dämmerte es mir. Der gleiche Grund, warum PETA’s Engagement im türkischen Tierschutz hauptsächlich auf ein paar wenige Werbegags und Poster mit Fußballern und Sängern beschränkt ist, ist, dass PETA`s Lösung für die Straßenhundproblematik in der Türkei ist, all diese Tiere einzufangen und zu töten. Natürlich wissen sie, dass dies niemals in der Türkei passieren wird. Nicht nur erklärt das Tierschutzgesetz Nr. 5199 ausdrücklich, dass Sterilisation und das Zurückbringen der Tiere die einzige legale Lösung ist, um die Straßenhundproblematik in den Griff zu bekommen, auch die gesamte Gemeinschaft der türkischen Tierliebhaber ist komplett gegen Euthanasie.

Andere aufzufordern, nicht zu töten während man selbst das größte Massaker an Haustieren in der Menschheitsgeschichte duldet und hieran sogar teilnimmt?

Ist das nicht ein Akt höchster Heuchelei?

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Wir mussten mit PETA reden und bekamen hierfür letzte Woche in Istanbul nun endlich die Gelegenheit, wo wir mit Dave Mathews, PETA’s Vize-Präsident, sprechen konnten.

Mathews, groß und schlank, machte eine schneidige Figur inmitten der Istiklal Straße im August. Er kam aus dem Nichts, sprang von der historischen Touristen-Straßenbahn, riss sprichwörtlich das Poster aus der Hand eines der türkischen Aktivisten und schenkte der Kamera sein bestes Lächeln.

Unglücklicherweise erlosch sein Lächeln in dem Moment, in dem er merkte, dass er von Let’s Adopt!-Anhängern umringt ist, und dass, zu seiner großen Überraschung, die gesamte Tierschutzgemeinschaft in ihrer Ablehnung gegenüber der Euthanasie als Methode des Umgangs mit der Straßenhundproblematik, vereint ist.

Mathews Rechtfertigung für Massentötung reicht vom Lächerlichen bis zum Tragischen. Er ging soweit zu sagen, dass „in ärmeren Ländern die Menschen ihre Hunde eben nicht zum Tierarzt bringen!“ Nun gut, die USA sind nun nicht gerade eben bekannt dafür, ein “armes Land” zu sein, so dass ich denke, damit erledigt sich die Sache. Aber nein. Als wir die Vermittlung der Tiere und eine No-Kill-Debatte vorschlugen, lehnte Mathews diese Idee vollständig als naiv ab.

Was bitte ist mit diesen Menschen falsch gelaufen? Ist es das, was von PETA übrig geblieben ist? Beschäftigt die einstmals so Mächtige nun einen Hundemörder in Designerklamotten…

Let’s Adopt!, ist dem Ende der jährlichen Tötung von Millionen von Haustieren verpflichtet und wenn dies bedeutet, PETA für das, was sie tun, bloßstellen zu müssen, dann soll es so sein.

Das Recht auf Leben ist das fundamentalste und wesentlichste aller Rechte. Eine Tierrechtsorganisation darf dieses grundsätzlichste aller Recht nicht ignorieren. Durch das Engagement in der Tötung und den Vollzug der Exekution von Millionen von Tieren hat PETA effektiv jegliche Glaubwürdigkeit als Tierrechtsorganisation verloren.

Ein toter Hund, eine tote Katze hat keine Rechte mehr. Sie sind tot! Und vom Tod, meine Freunde, gibt es keinen Weg zurück.

Viktor Larkhill

P.S. Verpasst nicht dieses großartige Posting von Brett Sundermeyer… offensichtlich hat die Welt nun endlich von diesem Unsinn Kenntnis genommen.

One Comment to “Der Ärger mit PETA”

  • Ganz schlechter Stil – nicht nur inhaltlich nicht ausreichend recherchiert, und auch noch im BILD-Schreibstil verfasst – fairplay unter Tierschützern komplett aus den Augen verloren und dann noch Aussagen wie “Amerika sei kein armes Land” – oh weh… bleibt mir nur ein Kopfschütteln für übrig
    Wer nicht nur schwarz oder weiss denkt, sollte sich auch die Gegenseite anhören, diese Diskussion gibt es nämlich schon eine ganze Weile (auch wenn der Autor sie hier als “neu” verkauft): peta Deutschland Stellungnahme Stichwort petakillsanimals auf deren Homepage

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